IIZ - Interinstitutionelle Zusammenarbeit
 

Links

Aktuell

Inputreferat Arbeitsmarkt 2020 Sitzung nationale iiz-Gremien
Fotoeindrücke der Tagung

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) und die Sozialhilfe stellen zwei verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Zielsetzungen dar. Sowohl die öffentliche Arbeitsvermittlung als auch die Sozialdienste verfolgen aber das Ziel, ihre Klienten wenn immer möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Beide Systeme haben je ihre Stärken und Schwächen, weshalb eine Zusammenarbeit in bestimmten Fällen sinnvoll ist.

Eine engere Zusammenarbeit von öffentlicher Arbeitsvermittlung und öffentlichen Sozialdiensten setzt voraus, dass Einigkeit in Bezug auf das Integrationspotenzial der zu betreuenden Personen besteht. Nach Abklärung des Integrationspotentials, gilt es mittels eines Leistungstausches zwischen den beiden Institutionen den Integrationsprozess zu optimieren, damit die komparativen Vorteile der beiden Institutionen zum Nutzen kommen. Zur erfolgreichen Optimierung der Zusammenarbeit müssen gewisse Voraussetzungen, wie verbindliche Mindeststandards und effiziente Abläufe, zwischen den Institutionen festgelegt werden.

Im Rahmen des SECO-Projektes «Zusammenarbeit ALV und Sozialhilfe – konkrete Kooperationsvorhaben» wurden diese Grundvoraussetzungen für eine optimierte Zusammenarbeit zwischen ALV und Sozialhilfe in Arbeitsgruppen diskutiert und in entsprechenden Grundlagendokumenten festgehalten.

Eine erste Arbeitsgruppe hat sich mit der Klärung des Arbeitsmarktfähigkeitsbegriffs als gemeinsames Entscheidungskriterium für die Beratung von Stellensuchenden befasst. Dabei wurde ein Überblick der Merkmale definiert, die zur Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit relevant sind.

Der Bericht der zweiten Arbeitsgruppe befasst sich mit der Frage des gegenseitigen Leistungstausches. Dabei hat das SECO die RAV-Dienstleistungen für Stellensuchende gemäss dem Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG) und dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG) in einem Leistungskatalog festgehalten. Gleichzeitig hat die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK), trotz der unterschiedlichen kantonalen Gesetzgebungen, erstmals einen entsprechenden Dienstleistungskatalog für die Sozialhilfe erstellt.

Eine dritte Arbeitsgruppe hatte zum Ziel, die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit sowie effiziente und verbindliche Abläufe anhand einer Rahmenvereinbarung zu definieren. Die Arbeitsgruppe wählte den Ansatz eines Leitfadens anstelle einer standardisierten Rahmenvereinbarung. Die Ausgangslage in den einzelnen Kantonen gestaltet sich als zu unterschiedlich, als dass eine vorgefertigte Rahmenvereinbarung in der Praxis konkret umgesetzt werden könnte.

Die Arbeitsgruppen haben die Grundlagenarbeiten im Jahr 2016 abgeschlossen. Die drei Grundlagenberichte der Arbeitsgruppen liegen als einheitliches Dokument vor und stehen als Arbeitsinstrument zur Verfügung.

 
Berichte Grundlagenarbeiten ALV-Sozialhilfe
1 - 1 / 1
created by c.i.s. ag